Pastoralpsychologische Weiterbildungen in Seelsorge und Beratung

Es gibt verschiedene Ansätze und Verfahren, die Grundlage einer Weiterbildung in Seelsorge und Beratung sein können. Diese sind in den verschiedenen Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP), dem Fachverband für Seelsorge, Beratung und Supervision, repräsentiert. Dazu gehören psychoanalytisch und tiefenpsychologisch orientierte Weiterbildungen und Gesprächstherapie nach Rogers, genauso wie Systemik, Klinische Seelsorge (KSA), Gestalttherapie oder Psychodrama.

In unserem Jahresprogramm 2015 finden Sie Angebote in KSA und Systemik.

Darüber hinaus beraten wir Sie gerne persönlich, wenn Sie überlegen, eine langfristige qualifizierende Weiterbildung in Seelsorge zu beginnen.

Klinische Seelsorgeausbildung - KSA

Klinische Seelsorgeausbildung (KSA) ist eine Weiterbildung in Seelsorge nach den Standards der Sektion KSA der deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie.
Sie beinhaltet den Blick auf den Einzelnen in seinen Beziehungen, als Person und in der Rolle.
Es werden feststehende Arbeitsformen (Protokollbesprechung, Selbsterfahrung in der Gruppe, Fallarbeit, Theorie, Predigt- und Gottesdienstanalyse) eingesetzt, aber auch flexible zusätzliche Elemente wie z.B. Biografiearbeit, Institutionsanalyse.
KSA verfügt über eine Methodenvielfalt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Klärung und Reflexion der emotionalen Ebene.
Die Arbeit in einer festen Gruppe ermöglicht ein Lernen am Gegenüber. Die Einzelsupervisionen vertiefen das Erlebte und Erlernte.
Der Ausbildungsprozess dient der persönlichen Entwicklung und der Entwicklung der beruflichen Rolle, der inneren Haltung des Seelsorgenden und seinen seelsorglichen Fertigkeiten.

Angebote:

KSA-Kurse für Ehrenamtliche

KSA-Kurse für Hauptamtliche

Gestalttherapeutisch orientierte Seelsorge

Systemische Seelsorge und Beratung

Systemisches Denken und Handeln lädt dazu ein, Kommunikation und Beziehungsarbeit, Lebens-und Glaubenswirklichkeit, nicht als Ursache- Wirkungsgeschehen zu erleben, sondern sie als Prozesse zirkulär wahrzunehmen und zu verstehen.
Die Welt und ihre Geschöpfe als System und in Systemen wahrzunehmen, eröffnet die Möglichkeit ganz bewusst zu intervenieren, Impulse zu setzen, heilsam zu irritieren, mitzusteuern und zu gestalten.
Wichtige Lernfelder sind in diesem Zusammenhang Auftragsklärung, Mustererkennung, Zirkularität, Unterschiedsbildung, Umdeutung, Ressourcenorientierung und (Bei-)Steuerungskompetenz.

Angebote:
KSA meets Systemische Beratung 2014-2016 (Flyer)

Gestalttherapeutisch orientierte Seelsorge

Gestalttherapeutisch orientierte Seelsorge ist eine 3- bis 4jährige Weiterbildung in Seelsorge und Beratung auf der Grundlage der Gestalttherapie von Fritz Perls, Erving und Miriam Polster u.a.

Wenn wir andere Menschen in ihren Krisen und Konflikten, in ihrer Lebenslust und Lebensangst, in ihrem Verfall und Sterben, Neubeginn und Wandel seelsorgerlich begleiten, sind wir stets mit unserer ganzen Person gefordert. Wir müssen unsere eigene Angst und Verführbarkeit, unsere Fähigkeiten und unsere Grenzen einigermaßen kennen. Grundlegend für die Ethik der Gestalttherapie ist es, anderen Menschen so zu begegnen, dass sie ihre jeweils eigene Entscheidung und den jeweils eigenen Weg finden können. Das erfordert in hohem Maße Arbeit an der eigenen Person.

Entsprechend setzt die Weiterbildung bei den eigenen Erfahrungen und Bedürfnissen, Lebensvorstellungen und Seelsorgekonzepten an, mit dem Ziel, dass im Hinhören auf andere und in Abgrenzung von anderen das je eigene Seelsorgeverständnis reflektiert und entwickelt werden kann.

Seelsorge findet immer in einem konkreten Umfeld statt, das jede Begegnung beeinflusst. Daher wird dem Umfeld der Seelsorge, der Interkulturalität und Interreligiosität eine wichtige Bedeutung beigemessen.
Zugleich mit der biographischen Arbeit werden Theorie und Methodik der Gestalttherapie vermittelt und reflektiert. Die Theologie wird dabei als kritischer Deutungshorizont verstanden.

Angebote:
Eine Weiterbildung in Gestalttherapeutisch orientierter Seelsorge beginnt 2015. Sie entspricht den Standards der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP).

 

 

 
 
 
 
Pastoralpsychologische Weiterbildungen in Seelsorge und Beratung
 

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