Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung

in der Evangelischen Kirche von Westfalen

Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung

in der Evangelischen Kirche von Westfalen

Leitlinien des Konvents für Supervision und Coaching der westfälischen und lippischen Landeskirche am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW

Im Konvent für Supervision und Coaching der westfälischen und lippischen Landeskirche haben sich die landeskirchlich anerkannten Supervisorinnen und Supervisoren zusammengeschlossen. Ziele und Aufgaben des Konvents sind in der Satzung beschrieben. Die Mitglieder arbeiten vor dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes. Sie sind an unterschiedlichen Instituten in methodischer Vielfalt ausgebildet. Die Arbeit findet nach der landeskirchlichen Supervisionsordnung in der jeweils gültigen Fassung statt. Die Supervisorinnen und Supervisoren üben ihre Tätigkeit nach professionellen Standards, wie sie die Fach- und Berufsverbände DGSv und DGfP benennen, aus. Im Rahmen der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung verpflichten sich die Supervisoren und Supervisorinnen auf folgende Leitlinien zu ethischem und professionellem Handeln in der Supervision:

1. Supervisoren und Supervisorinnen begegnen jedem Menschen mit Respekt, unabhängig von dessen Herkunft, Weltanschauung und Lebensgestaltung. Sie achten die Unantastbarkeit und den Schutz der Würde jedes Einzelnen.

2. Jede Vorteilsnahme und jeder Missbrauch – ob zu Gunsten sexueller, sozialer, wirtschaftlicher oder anderer persönlicher Interessen - verbieten sich.

3. Supervisorinnen und Supervisoren pflegen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Vertrauensverhältnis, das aus den direkten oder indirekten beruflichen Beziehungen entsteht, und verpflichten sich insbesondere zum verantwortlichen Umgang mit Macht und Abhängigkeit.

4. Sie verpflichten sich grundsätzlich und über den Prozess hinaus zur Verschwiegen heit über Inhalte der Supervision.

5. Supervisorinnen und Supervisoren reflektieren bei jeder Beratungsanfrage selbstkritisch, ob die eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und persönliche Bedingungen in diesem Fall sinnvoll einzusetzen sind.

6. Supervisorinnen und Supervisoren reflektieren die Nähe bzw. Distanz zum Feld und die Tatsache, dass es sich um organisationsinterne Supervision handelt.

7. Im Rahmen eines Dreieckskontraktes werden Zielsetzungen der Supervision auch mit dem Auftraggeber besprochen. Das jeweilige Vorgehen dabei ist transparent zu gestalten. Die Supervision ist ergebnisoffen.

8. Supervisionsprozesse werden über die Kontaktstelle für Supervision am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EkvW vermittelt. Die Verträge werden nach den jeweils gültigen Formularen abgeschlossen. Anlage 4 30

9. Gegenüber ihrer Landeskirche und den jeweiligen kirchlichen Auftraggebern pflegen Supervisorinnen und Supervisoren eine kritische Loyalität.

10. Die Mitglieder des Konvents für Supervision und Coaching verpflichten sich zu kollegialer Kooperation und kollegialem Verhalten.

11. Die Mitglieder des Konvents für Supervision und Coaching verpflichten sich – entsprechend der entwickelten Qualitätsstandards – zu regelmäßiger externer und interner Fortbildung und Kontrolle ihres supervisorischen Handelns. Die Leitlinien haben selbstverpflichtenden Charakter. Ihre Weiterentwicklung erfordert die Auseinandersetzung der Mitglieder des Konvents mit ihnen.

Einstimmig verabschiedet auf der Vollversammlung des Konvents für Supervision und Coaching der westfälischen und lippischen Landeskirche am 14.5.2014, Villigst.

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